Japan


Nordjapan
[Sendai, Niigata und Nikko]

Hiraizumi im Februar: Hiraizumi ist eine der ganz großen und altehrwürdigen Tempelanlagen im Norden Honshu's, der Hauptinsel Japans. Wir sind von Tokyo mit einem Vierrad-angetriebenen Wagen und mit Winterreifen [im Februar 2001] nach etwa 10 Stunden Fahrt endlich hier in Hiraizumi (zwischen Sendai und Morioka gelegen) angekommen. Der Norden ist eben mitunter noch sehr rural und wild, hat sich aber durch seine Abgelegenheit noch viele Traditionen bewahrt, die in Tokyo und Osaka manchmal verloren gegangen sind.
Nikko: Nikko beherbergt eine der größten und vor allem prachtvollsten Tempelanlagen Japans. Hier liegen mehrere Shogune begraben. Auch die Lage in den Bergen nahe eines großen Sees (nebst Wasserfall) und eines Hochmoores, sowie die Wandermöglichkeiten und vielen Onsen erhöht die Beliebtheit bei Wochendendausflüglern. Dieses Foto ist allerdings nicht am Haupttempel, der Ruhestätte vom Shogun Tokugawa Ieyasu, sondern an der etwas ruhiger gelegenen und nicht so sehr besuchten Grabstätte seines Bruders entstanden. Vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen in Tokyo auf teilweise über 40 Grad C steigen und die Luftfeuchtigkeit selten unter 80% sinkt, kann man es hier in den Bergen am See oder aber in den Bambuswäldern, die diese riesige(n) Tempelanlage(n) umgeben, gut aushalten und sich prima erholen.
Nordkulturmuseum Niigata's: Das Nordkulturmuseum in Niigata an der nördlich von Tokyo gelegenen Westküste Japans vermittelt in einem sehr schönen Freilichtmuseum die Kultur und die Lebensgewohnheiten im Norden Honshu's. Vor allem Reis- und Tee-Anbau bestimmte das Leben der eher bäuerlich geprägten Region. Vor allem die Großgrundbesitzer hatten riesige Wohnhäuser mit eigenen Tee-Pavillions und mit Innen-Gärten, die mitunter 100 qm und mehr groß sein konnten. Dieses Haus hatte insgesamt eine Wohnfläche von weit über hundert Tatami und bestand aus zwei Etagen. Wir hatten dann noch die Möglichkeit, außerhalb des Museums auch Hersteller von Reiscrackern (Osembe) oder japanischer Sojabohnenpaste (Miso) zu besuchen und vor allem deren Wohnhäuser zu sehen, in denen sich widerspiegelt, dass auch sie es in dieser eher kargen Region zu Wohlstand und Ruhm gebracht haben.



Kanto
[Tokyo, Chiba, Izu]

Fuji hinter Shinjuku: Blick vom Bunkyo Civic Center, einem Veranstaltungs- und Bürgerhaus mit etwa 30 Etagen im Stadtteil Bunkyo, gegenüber vom Tokyo Dome. Hier treffen sich jeden Morgen (vor allem am Wochenende) zahlreiche Japaner, um diesen einmaligen Blick über die Skyline von Tokyo mit dem Berg Fuji im Süd-Westen (hinter den Rathaustürmen von Shinjuku) festzuhalten. Am besten sieht man den Fuji natürlich im Winter, wenn es nicht so diesig und selten bewölkt ist.
Rainbow-Bridge Tokyo: Blick vom Fuji-TV-Tower, einem gewagten futuristischen Konstrukt auf O-Daiba, einer aufgesschütteten Insel im Hafen Tokyos. Von hier kann man nicht nur den Hafen, sondern vor allem die ständig weiter wachsende Skyline am Bahnhof von Shinagawa und in Shinbashi (nahe Ginza), wie aber auch Roppongi gut überschauen. Das ebenfalls markante Hochhausviertel um das Rathaus in Shinjuku liegt recht weit vom Hafen entfernt und bei leicht diesigem Wetter ist es kaum noch zu sehen.
Izu Halbinsel Hotelblick bei Shimoda: Die Izu-Halbinsel liegt unweit von Tokyo entfernt und kann mit dem Zug in etwa eineinhalb Stunden erreicht werden. Die vielen schönen Strände auf der Ostseite, aber auch die noch relativ unberührte Natur und der Blick auf den Fuji an der (teils schroffen, aber malerischen) Westküste sowie zahlreiche Onsen im Landesinneren lassen Izu an den Wochenenden zum Haupt-Naherholungsgebiet der Tokyoter werden.
Kawagoe nördlich von Tokyo: Kawagoe ist eine kleinere Stadt nordwestlich von Tokyo und mit der Yurakucho U-Bahn auch vom Stadtzentrum (Yurakucho-Ginza, Iidabashi oder Ikebukuro) in etwa einer Stunde gut zu erreichen. Sehenswert sind neben zahlreichen Tempeln und Schreinen vor allem die vielen niedlichen alten Steinhäuser, welche die letzten hundert Jahre (und mehr) unbeschadet überstanden haben. In den meisten dieser Steinhäuser befinden sich Restaurants oder Souvenirshops, die entweder traditionell japanisches Handwerk oder japanische Süßspeisen anbieten. Richtig gemütlich geht es auch in der sogenannten "Süßigkeiten-Straße" zu, in der ein Delikatess-Laden neben dem anderen steht - und wo auch keine Autos fahren. Besonders gut schmeckt mir das Sesam-Eis.
Schloss von Odawara (nahe Izu-Halbinsel): Dies ist die Burg der Schlossanlage in Odawara auf dem Weg von Tokyo zur Izu-Halbinsel; leider wurde ein Großteil im Laufe der Jahre durch Kriege und Erdbeben zerstört, aber auch das wieder errichtete Schloss mit seinem Museum und seinem riesigen Garten mit Wassergraben und einem kleinem Zoo, sowie einer Schreinanlage ist auf jeden Fall sehenswert.
Seaworld: Die Chiba-Halbinsel östlich von Tokyo ist sozusagen das Naherholungs-Gegenstück zur Izu-Halbinsel im Süd-Westen. Hier ist es nicht so dicht besiedelt wie im Großraum Tokyo, deshalb gibt es auch relativ viel Natur und vor allem Fischerei- und Landwirtschaft. Ein Großteil der Milch, die in Tokyo konsumiert wird, stammt beispielsweise von Bauernhöfen aus Chiba. Die Küsten sind hier nicht so steil wie auf Izu, aber die Sandstrände noch großzügiger. In Chiba kann man auch gut tauchen und surfen. Daneben ist das Seaworld in Kamogawa eine der Hauptattraktionen. Neben vielen Südsee-Fischen und Korallen, wie auch Pinguinen, Delphinen, Walen und Robben, gibt es vor allem heimische Fische zu sehen.



Kansai
[Kyoto und Nara]

daitokuji mauer (kyoto): Daitokuji-Tempel im Nordwesten Kyotos. Es ist eine der größten und ältesten Tempelanlagen Kyotos mit zahlreichen japanischen Gärten und vielen Bambuswäldchen, umrahmt von Mauern wie dieser. Da die gesamte großzügige Tempelanlage jedoch etwas vom Zentrum entfernt liegt, ist sie nicht so überlaufen; und da sie recht viele Gärten und Einzeltempel beherbergt, findet man hier immer eine stille Ecke. Unweit dieser Anlage (etwa 5 Minuten zu Fuß) befindet sich auch das älteste Bad (Onsen) Kyotos.
Nara: Nara war einmal wie Tokyo jetzt, und wie Kamakura und Kyoto zuvor, Hauptstadt - und zwar die erste Hauptstadt Japans. Aus dieser Periode stammen viele Tempelanlagen und vor allem Pagoden wie diese (die nachts in der Stadtmitte von Nara aufgenommen wurde).



Okinawa

Burg Naha auf Okinawa: Die Burg Naha in der Hauptsadt Okinawa's ist eine der Hauptattraktionen - wenn man nicht nur zum Baden und Erholen nach Okinawa gekommen sein sollte. Besonders an den Formen der Dachkonstruktionen und der farbenfrohen (knallroten) Bemalung, wie auch den an zahlreichen (Tor- und Gebäude-) Eingängen positionierten Löwen aus Stein (Weiblein und Männchen) zeugen vom chinesischen Einfluss, den die vom Festland und aus dem heutigen Taiwan zugewanderten Einwohner seinerzeit mitgebracht hatten.
Hotelblick Okinawa (busena resort): Blick vom und auf das Busena Resort, einem der vielen großzügigen Hotelanlagen auf Okinawa. Hier wurde im Sommer 2000 auch der G-8 Gipfel abgehalten und seitdem bietet dieses Hotel auch luxuriöse Einzelbungalows mit 180 (und mehr) qm, jeder mit eigenem Pool, die alle damals extra für die Vertreter der 8 Wirtschaftsnationen errichtet wurden - und nun auch jedem gut zahlenden Touristen zugänglich sind.